Neues

 

+++ Unser Einsatz für die Erhaltung des Schlosses hat sich gelohnt. Der einzige Bieter kauft aktuell nicht.  +++ Jetzt ist es an der Zeit, dass sich der Gemeindevorstand mit der Bürgerinitiative und dem Verein „Rettung Altes Schloss“ an einen Tisch setzt und ein bürgernahes Konzept zur Erhaltung des Alten Schloss und des Geländes für die BürgerInnen Schönecks erarbeitet. +++ 

Die Brücke am Büdesheimer Sportplatz

Nachdem am 17. November 2016 das Gemeindeparlament beschlossen hat, die Fundamente der Brücke prüfen zu lassen, ist das seitens des Gemeindevorstands nicht geschehen. Wohlgemerkt, und das kann man im Informationssystem der Gemeinde in den Niederschriften nachlesen, ohne dass dieser Beschluss mit irgendwelchen Auflagen versehen war. Eigentlich hätte der Gemeindevorstand also dieses Gutachten in Auftrag geben müssen. Hat er aber nicht. Da fragt man sich doch, warum?

Während der letzten Gemeindevertretersitzung hat die FWG einen weiteren Antrag zur Reparatur der Brücke eingereicht. Und siehe da, auf einmal will man sich wohlwollend für eine Reparatur der Brücke einsetzen. Das Parlament stimmte für eine Reparatur.

Nach der Sitzung wurde uns von einigen Sitzungsbesuchern die Frage gestellt, ob dieser Sinneswandel in Bezug auf die Brückenreparatur eventuell schon etwas mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl zu tun haben könnte.

Gruppe “Neuer Bürgermeister für Schöneck” gewinnt Team-Preis

Am Tag der deutschen Einheit hat die Gemeinde Schöneck die lang ersehnten Rundwege um
Schöneck endlich eingeweiht. Immerhin hatte es – laut Bürgermeisterin Rück – vom ersten
Gedanken 2007 bis Heute 10 Jahre gedauert diese tolle Idee der FDP umzusetzen. Insgesamt
nahmen rund 100 BürgerInnen in verschiedenen Gruppen an der Eröffnung des Rundwegs teil.

Unter anderem fanden sich auch 28 TeilnehmerInnen aus den verschiedenen Schönecker
Ortsteilen zu einem Schöneck-Team „NEUER BÜRGERMEISTER FÜR SCHÖNECK“ zusammen,
um damit die Initiative für einen parteiunabhängigen BürgermeisterkandidatenIn zu unterstützen.
Zum Glück meinte es auch der Wettergott im Laufe des Tages sehr gut mit dem ganzen
Teilnehmerfeld und schenkte Allen noch ein paar Sonnenstrahlen.

Das Team „NEUER BÜRGERMEISTER FÜR SCHÖNECK“ stellte mit 28 Teilnehmern die mit
Abstand größte Teilnehmergruppe und konnte so den 1.Preis der Gemeinde Schöneck
entgegennehmen.

Bleibt zu hoffen, dass die Rundwege auch zukünftig gut angenommen werden. Sehr Schade
ist es feststellen zu müssen, dass die Kulturroute weder an der Büdesheimer Kirche noch an
den wirklich echten und alten Kulturgütern, den beiden Schlössern des Ortsteils Büdesheim,
vorbeiführt.

Die Freude der Gruppe über die netten und einfallsreichen Geschenke (an dieser Stelle
vielen Dank an die Stifter!) durch den – auch witterungsbedingt – teilweise sehr schlechten
Zustand des letzten Teilstückes des Rundwanderweges vom Oberdorfelder Sportplatz bis
nach Büdesheim etwas getrübt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden – besser geht immer!
Danke für den tollen Anfang, weiter so!

Die Gewinnergruppe „Neuer Bürgermeister für Schöneck“ des Schönecker Rundwegs.

 

WAS und FWG stellen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten

Es ist das Wesen der Demokratie, dass die Bürger bei Wahlen auch tatsächlich eine (Aus)wahl an Personen oder Gruppen haben, andernfalls wird eine Wahl ad absurdum geführt.

Dieser Umstand trifft auch auf die im Februar 2018 stattfindende Bürgermeisterwahl in Schöneck zu. Nur eine Auswahl an Kandidaten und Bewerbern sichert eine demokratische Abstimmung.

FWG und WAS sehen es somit als ihre Pflicht, an dieser Auswahl mit zu arbeiten. Aufgrund der Zusammensetzung der Schönecker Gemeindevertretung seit den letzten Kommunalwahlen zeigt sich, dass es keine deutlichen Mehrheiten mehr gibt. Die großen Volksparteien haben drastisch an Einfluss verloren und die kleineren Fraktionen gewinnen an Bedeutung. Wechselnde Mehrheiten sind auch in der Schönecker Kommunalpolitik an der Tagesordnung. Umso mehr ein Argument, dass ein BürgermeisterIn keiner großen Partei angehören muss, um erfolgreich agieren zu können.
Im Gegenteil: Aus Sicht der WAS/FWG ist es wünschenswert, einen parteiübergreifenden KandidatenIn zu benennen.
Das Wohl der Bürger sollte ihn/sie motivieren und nicht die Interessen der Parteien.

Um eine aussichtsreiche Kandidatur eines KandidatenIn zu gewährleisten, haben sich WAS und FWG entschlossen, einen gemeinsamen KandidatenIn zur Wahl zu stellen. Aus Sicht beider Fraktionen stellt eine Parteiübergreifende Kandidatur eine ernsthafte und erfolgversprechende Alternative dar, zumal die FWG und WAS ein hohes Anforderungsprofil an den eigenen KandidatenIn stellen:

1. Fach- und Führungskompetenz
Die Gemeinde Schöneck beschäftigt über 100 Mitarbeiter. Es ist damit zwingende Voraussetzung eines erfolgreichen Bürgermeisters, Kompetenz in Sachen Führungsstil, Stellenbesetzung, Stellenplan und allgemeine Verwaltungserfahrungen zur strategischen, zukunfts- und bürgerorientierten Verwaltungsausrichtung mitzubringen.

2. Visionäre Antriebsrolle
Der/die BürgermeisterIn muss die Antriebsrolle an der Führungsspitze der gemeindlichen Gremien und der Verwaltung übernehmen. Das Amt erfordert ein Voranschreiten und einen langzeitlichen, visionären Plan, wohin Schöneck geführt werden soll. Probleme müssen früh erkannt und mit Lösungsansätzen bewältigt werden. Diese Kraft muss aus Sicht von FWG und WAS vom BürgermeisterIn ausgehen.
Vor allem der demographische Wandel wird Schöneck nachweislich hart treffen und die Finanzkraft der Kommune weiter schwächen. Eine Vorreiterrolle zur Lösung einer wieder steigenden wirtschaftlichen Stärke der Kommune für Bürger und Gewerbe ist zentrale Aufgabe eines KandidatenIn.

3. Ehrlichkeit und Rückgrat
Eine transparente Vorgehensweise ist der Schlüssel für eine breite Zustimmung. Nur wer ehrlich und transparent handelt, wird auch für unbequeme Entscheidungen Mehrheiten und Verständnis finden, sowohl bei den Bürgern als auch bei den handelnden Personen.
Unbequeme Entscheidungen erfordern allerdings auch das notwendige Rückgrat, die Entscheidungen konsequent umzusetzen und nicht neuen Einflüssen zu opfern.

4. Aufgeschlossenes Charisma
Wer etwas erreichen will, muss die Probleme kennen. Das kann nur durch aufgeschlossenes Zuhören geschehen. Besonders parteipolitische Voreingenommenheit ist eine der größten Hemmnisse einer erfolgreichen Amtszeit. Deshalb setzen FWG und WAS auf einen überparteilichen und unabhängigen KandidatenIn, der/die das Ohr beim BürgerIn hat und seine Sorgen, aber auch seine Anregungen ernst nimmt und weiterverfolgt.

5. Repräsentationsfähigkeit
Das Amt des BürgermeistersIn verlangt nach erheblicher Repräsentationsfähigkeit und Repräsentationswillen. Er/Sie repräsentiert Schöneck nicht bloß intern, sondern auch extern auf Landes- und Kreisebene. Die Bereitschaft hierfür, Engagement bis in die späten Abend- und Wochenendstunden an den Tag zu legen, erwartet der Bürger.

6. Haushalt
Der/die BürgermeisterIn muss zum Wohle der Bürger handeln. Er/sie muss in der Lage sein, die finanziellen Ressourcen Schönecks zielorientiert einzusetzen. Er/sie muss erkennen, ob die finanziellen Mittel sinnvoll und gesetzeskonform eingesetzt werden, um dem Wohl der Bürger und der Gemeinde zu dienen.

7. Ortsverbundenheit
Wer in Schöneck lebt, kann Schöneck verstehen. Wer für Schöneck brennt, kann für Schöneck handeln. Ortsverbundenheit ist nicht nur eine Wortblase, sie ist zentrale Voraussetzung für einen Einsatz mit Herzblut.
Bürgernähe ist mehr als nur eine lächelnde Umarmung.

FWG und WAS sind in Gesprächen mit geeigneten KandidatenInnen und starten in Kürze die Endauswahl. Mit einer Benennung des/der KandidatenIn ist im Verlauf des Oktobers zu rechnen.

 

Ein Jahr WAS…

Ein Jahr aktive Arbeit in einer Wahlaternative. Das heisst, viele Termine wahrnehmen, Anträge besprechen und bearbeiten, auf die Meinung und Stimme der Bürger hören, wo liegt was im Argen, was gibt es im Sinne des Bürgers zu erledigen…

Die WAS macht zwischen den einzelnen Gemeindevertretersitzung immer ein Fraktionstreffen, wo auch Bürger sich gerne einbringen können. Danach folgen meist zwei Fraktionssitzungen, um die Anträge zur Gemeindevertretersitzung zu besprechen.

Hinzu kommen Ausschusssitzungen und nicht zu vergessen, die Ortsbeiratssitzungen.

Unter dem Punkt PRESSE finden Sie einen Artikel des Hanauer Anzeigers, der sich mit dem Thema „Ein Jahr WAS“ befasst.

Durchwinken, die Zweite…

Die Gemeindevertretersitzung am 4. Mai zeigte es wieder. Einer der Tagesordnungspunkte nannte sich

Aufstellung des Sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien des Regionalplans Südhessen / Regionalen Flächennutzungsplans 2010; Beteiligung der Behörden und Kommunen nach § 4 Abs. 2 BauGB

Er beinhaltete die Standorte der Windkraftanlagen in Schöneck und deren Schutzabstände. Trotz intensiven Studiums der Vorlagen war es nicht einfach zu erkennen, worum es sich im Einzelnen dabei handelt. Das hat man dann Aufgrund der Eingabe der WAS von der Tagesordnung genommen und im zuständigen Ausschuss behandelt. Nachdem man dann davon ausgehen konnte, dass die meisten der Gemeindevertreter wissen, worum es geht, kam der Antrag dann in die kommende Gemeindevertretersitzung.

Schülerbeförderung

Auch hier gab es, wie man den Medien entnehmen konnte, einige traurige Ereignisse. Man möchte gerne eine Buslinie einrichten, die zwischen dem Bahnhof Maintal West / Bischofsheim über die Maintaler Schulen und Niederdorfelden bis nach Kilianstädten fährt. Dabei aber nicht nur Schüler befördert, sondern auch „normale“ Fahrgäste.

Das wäre eine Möglichkeit, direkt über Maintal in den Frankfurter Osten zu kommen.

Nach Büdesheim soll der Bus jedoch nicht fahren. Die Büdesheimer Schüler und Fahrgäste könnten ja mit der Bahn bis Kilianstädten fahren und dann in den Bus umsteigen.

Als Büdesheimer Fahrgast würde man dann aber lieber mit der Bahn und ohne Straßengeschaukel bis Niederdorfelden fahren und dann in den Bus umsteigen.

Wie man der Niederschrift der Sitzung entnehmen kann, hat man seitens der zuständigen Ausschüsse diesen Linienverlauf abgelehnt. Besonders interessant ist es, dass die Stadt Maintal, als Betreiber der Buslinie, vor  knapp einem Jahr diesen Plan beschlossen hatte, ihn jetzt innerhalb von zwei Wochen durch die Gemeinden Niederdorfelden und Schöneck beschließen lassen wollte.

Erinnerungen an die Bahn werden geweckt, da wurde ab und an auch mal ein Zug durchgewunken…

… und nochmal Haushalt

Da war der Haushalt endlich durch die Gemeindevertretersitzung mit knapper Mehrheit und der Ablehnung von FDP, FWG und der WAS, durchgewunken, da kam es dann ganz dick!

Der Haushalt konnte nicht genehmigt werden, weil man seitens der Gemeinde vergessen hatte, diesen im amtlichen Mitteilungsblatt zu veröffentlichen.

Also das Ganze nochmal. Gemeindevertretersitzung, erneute Abstimmung, erneut das gleiche Ergebnis. Wobei einige anwesende  Zuschauer sich sicherlich den einen oder anderen Schmunzler ob des Abstimmungsverhaltens nicht verkneifen konnten.

 

Der Haushalt, seine Hintergründe und ein Schlossverkauf

Nachdem nun der Haushaltsplan 2017 mit einer kleinen Mehrheit in der öffentlichen Gemeindevertretersitzung beschlossen wurde, ist abzuwarten, ob er auch so von der Kommunalaufsicht genehmigt werden kann. Seitens der beiden großen Parteien, die die Mehrheit (20 von 37 Stimmen) in der Gemeindevertretung bilden, wurde beschlossen, dass die Einnahmen aus einem Verkauf des Alten Schloss Büdesheim als solche schon im Jahre 2017 verbucht werden. Obwohl die Bürgermeisterin mit Nachdruck öffentlich erklärte, dass im Jahre 2017 mit dieser Einnahme nicht zu rechnen sei. Wird hier also das Fell des Bären schon mal verteilt, bevor er erlegt wurde?

Während der letzten Gemeindevertretersitzung hatten die beiden großen Parteien gefordert, man solle auf den eventuellen Kaufinteressenten Druck ausüben, damit er den Kaufpreis noch 2017 bezahlt. Da fragen wir uns schon, ob Druck nicht Gegendruck erzeugt und man sich seitens der Gemeinde vielleicht dadurch in eine ausweglose Situation hineinmanövrieren lassen würde. Wir als WAS gehen natürlich davon aus, dass sich weder der Gemeindevorstand noch die Verwaltung jetzt als helfende Hand vor den Karren des eventuellen Käufers spannen lassen und bei den zuständigen Behörden, wie dem Bauamt und dem Denkmalschutz, aktiv wird und eine Bebauung forciert.  Wir haben Bedenken, dass in so einem Fall der eine oder andere Bürger*in auf die Idee kommen könnte, es wäre eine Art von begünstigender Behandlung eines eventuellen Käufers. Wir als WAS hegen diese Art von Bedenken natürlich nicht, denn es wird ja einen Akteneinsichtsausschuss geben, der solche Aktionen aufdecken würde, wenn sie denn stattgefunden hätten.

Bebauung des ehemaligen Nahkaufgeländes in Büdesheim

Nachdem im letzten Jahr schnell mal das ehemalige Nahkaufgebäude in Büdesheim von der Gemeinde gekauft und dann doch nicht für die Unterbringung für Flüchtlinge genutzt wurde, stand es einfach leer. Der Ortsbeirat Büdesheim nahm sich seiner an und diskutierte nach einer Ortsbegehung mit den Bürgern während einer Ortsbeiratssitzung über eine Nutzung des Gebäudes. Es ging von der Unterbringung von Kinder- und Seniorenbetreuungseinrichtungen bis zur Schaffung von Sozialwohnungen.

Das hat man seitens des Gemeindevorstands aufgenommen und dieser hat eine Machbarkeitsstudie veranlasst. Ein Architekt wurde beauftragt, diese zu erstellen. So war man von der Unterbringung von U3-Kinderbetreuungsgruppen, Räumlichkeiten für Jugendliche im Erdgeschoss und drei recht gut geschnittenen Wohnungen mit Dachterrassen und Balkonen ausgegangen. Diese Wohnungen sollten im 1. Obergeschoss und einem weiteren 2. „Halbgeschoss“ auf dem der Mühlstraße zugewandtem Drittel des Gebäudes errichtet werden.

Die WAS als auch der Ortsbeirat bringen nun Anträge ein, damit das Gebäude mit nur einem Obergeschoss bebaut wird, jedoch über die gesamt Fläche des Erdgeschosses. Es ist angedacht, diese Wohnungen zum Teil als Sozialwohnungen herzustellen, um auch den Menschen eine Wohnung anzubieten, die sich keine hohen Mieten leisten können. Mal abgesehen von der Tatsache, dass eine komplette Bebauung des 1. Obergeschosses keinerlei Grundstückskosten verursacht, es ist ja schon da, wäre ein weitere Vorteil ist, dass man bei nur einem Stockwerk die Beschattung der hinter dem Gebäude liegenden Gärten in Grenzen hält.

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Beatrix Fischer vertritt ab sofort die WAS im Gemeindevorstand

Matthias Weinzierl hat sein Amt als Gemeindevorstandsmitglied abgegeben. Da er sich mehr in der Bürgerinitiative zur Rettung des alten Schloss Büdesheim einsetzen möchte, wollte er eventuellen Interessenkonflikten vorbeugen.

Wir als WAS danken ihm recht herzlich für seine Arbeit im Gemeindevorstand, sein Angebot, die WAS weiterhin mit seinen Fachkenntnissen zu unterstützen und wünschen ihm alles Gute für die Arbeit in der Bürgerinitiative.

Für die WAS wurde nach dem Ausscheiden von Matthias Weinzierl Frau Beatrix Fischer in den Gemeindevorstand gewählt. Beatrix Fischer war auf der Kandidatenliste die „Nachrückerin“ für dieses Amt. Ist sie doch als pensionierte Finanzbeamtin eine kompetente Fachfrau in Sachen Geld und garantiert hilfreich in allen Dingen, die die Haushaltsplanung betreffen.

Offene Fraktionstreffen

Jeweils Dienstags in der Woche vor einer Sitzung der Gemeindevertreter trifft sich die Fraktion der WAS um 19.30 im Brendelsaal des alten Schlosses Büdesheim. Zu diesem Treffen sind alle an der Schönecker Kommunalpolitik interessierten Bürger*innen recht herzlich eingeladen. Während dieser Treffen gibt es die Möglichkeit für die Bürger*innen, ihre Meinungen und Wünsche zur Situation in der Gemeinde zu äußern. Wenn die Möglichkeit besteht, werden wir diese dann im Gemeindeparlament vortragen.

Die jeweils genauen Termine werden wir hier unter der Rubrik „Termine“ veröffentlichen.

Ortsbeirat Büdesheim

Am 3. Mai fand die konstituierende Sitzung des Ortsbeirats Büdesheim in dem einzig möglichen Versammlungsgebäude des Ortsteils statt – im alten Schloss.

Aufgrund der Tatsache, dass während der Kommunalwahl die meisten Stimmen für die Vertreter des Ortsbeirats Büdesheims auf die Kandidaten des WAS fielen, wurde Christina Zehner zur Ortsvorsteherin gewählt. Als stellvertretende Ortsvorsteherin wurde Virginie Hinkel gewählt, die auch schon dem vorhergehenden Ortsbeirat angehörte. Zum Schriftführer wurde der ehemalige Ortsvorsteher Gerald Diehl und zu dessen Stellvertreter Friedrich Schmidt gewählt.

An dieser Stelle wollen wir als WAS darauf hinweisen, dass die Sitzungen des Ortsbeirats öffentlich sind. Das ist die Gelegenheit für alle Bürger*innen, sich mit Ideen, Vorschlägen und Problemen direkt einzubringen. Nur wenn man seitens des Ortsbeirats von den Bürger*innen erfährt, was sie möchten, kann man reagieren und diese Belange an das Gemeindeparlament weitergeben.

Nutzen Sie diese Gelegenheit um den Bürgerwillen öffentlich zu machen.

OrtsbeiratDie Mitglieder der WAS im Ortsbeirat: Peter Nickel, Christina Zehner, Friedrich Schmidt

WAS wählt Gernot Zehner als Fraktionsvorsitzenden

Schöneck (pm/tse). Nach der Kommunalwahl hat sich die neue WAS-Fraktion konstituiert. Die Kandidaten und neugewählten Gemeindevertreter wählten Gernot Zehner einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden.

Stellvertreterin und Fraktionsgeschäftsführerin wurde Claudia Kunath. Für die Fraktion der WAS ziehen noch Peter Nickel, Friedrich Schmidt und Eric Schopp mit ein in das Gemeindeparlament.

Bereits im April wird die Kommunalpolitik die volle Konzentration der neuen Fraktion fordern, wenn die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung ansteht, heißt es in der Mitteilung. Insbesondere das kommende Bürgerbegehren und der daraus folgenden Bürgerentscheid stehen in naher Zukunft auf der Agenda der WAS. Gelte es doch, die Fehlentscheidung der CDU, SPD und Grünen gemäß dem Bürgerwillen zu korrigieren. Bereits mehr als 2000 Unterschriften zeigten, wohin die Reise gehe. Auch gelte es den Bürgern die Augen zu öffnen, wie zeitgleich Steuergelder verschwendet würden und Gemeindeeigentum verramscht werde, schreibt die WAS. Claudia Kunath wies zum Schluss darauf hin, dass die Fraktionssitzungen der WAS, im Rahmen der Transparenz, für jeden Bürger offen stünden. Gerade durch die offenen Fraktionssitzungen der WAS bestehe die Möglichkeit, für die Bürgerinnen und Bürger Schönecks sich mit neuen Ideen in die Gemeindearbeit einzubringen und zu gestalten. Auch sucht die Wahlalternative Schöneck weitere Interessenten, um die zahlreichen Aufgaben gemeinsam anzugehen und Lösungen auf dem Weg zu einer „Wohlfühlgemeinde“ zu finden.

FraktionDie Fraktionsmitglieder der WAS: Eric Schopp, Friedrich Schmidt, Claudia Kunath,Peter Nickel, Gernot Zehner

Matthias Weinzierl im Gemeindevorstand

Für die WAS wurde Matthias Weinzierl in den Gemeindevorstand gewählt. Matthias Weinzierl war der Wunschkandidat der WAS für dieses Ehrenamt. Ist er doch als Fachmann und Gutachter im Bereich der Restauration historischer Gebäude tätig und somit ein unentbehrliches Mitglied im Gemeindevorstand, um gerade im Bereich „Bau“ seine unbestrittene fachliche Kompetenz einzubringen.

FreediMatthias Weinzierl, Gemeindevorstandsmitglied

Es wird weiter gegen den Verkauf des Büdesheimer Alten Schlosses gekämpft

Die Bürgerinitiative (BI) „Bürger pro Altes Schloss“ und der Verein „Rettung Altes Schloss Büdesheim“ kämpfen weiter für den Erhalt des Schlosses in Gemeindebesitz. Sie treffen Vorbereitungen für ein Bürgerbegehren zur Verhinderung eines Verkaufes des Alten Schlosses Büdesheim, das schließlich zum Bürgerentscheid führen soll.

Wir rufen uns in Erinnerung: vor ca. 25 Jahren (vor den Feierlichkeiten zur 1175-Jahr-Feier Büdesheim) wurde das Alte Schloss mit diversen Zuschüssen für ca. 4.800.000 DM (entspricht etwa 2.400.000,- €) renoviert. Jeder Hausbesitzer weiß um die Notwendigkeit, anstehende Reparaturen sofort anzugehen! Die Gemeinde Schöneck hat in den folgenden Jahren fällige laufende Renovierungen und Reparaturen vermieden, d. h. sie hat den Bürgerauftrag nicht erfüllt!

Das damalige Gutachten über die Werthaltigkeit des historischen Kleinods Altes Schloss sowie die überaus interessante Historie des Alten und des Neuen Schlosses sind nachzulesen in der Chronik über Büdesheim (817 – 1992), erhältlich bei der Gemeinde Schöneck im Rathaus Kilianstädten für etwa 4,50 € (im Buchhandel ca. 40,- €). Und nach 25 Jahren hat das Alte Schloss lt. Aussage der Gemeindevertreter von Schöneck keinen Wert mehr, ist ein „Kosten“-Fass ohne Boden und man verschleudert Gebäude und Grundstück zum Selbstkostenpreis (Preis für Bauland in Schöneck ohne Gebäude)? Wie kann das sein?

Traurig erscheint mir, dass die Gemeinde Schöneck zur Mitarbeit an der 1200-Jahr-Feier Büdesheim aufruft – die im Jahre 2017 stattfinden soll – und gleichzeitig alles tut, um das Büdesheimer historische Wahrzeichen „Altes Schloss“ zu verkaufen!

Rufen wir uns nun die traurige Geschichte des von der Gemeinde geplanten Schlossverkaufes in Erinnerung:

Im Sommer 2014 ruft die Gemeinde Schöneck zu einer Bürgerversammlung in der SKV-Turnhalle Büdesheim auf. Die Bürgermeisterin, Frau Rück, informierte die Anwesenden, dass das Alte Schloss verkauft werden soll und weitere Wohnungen entstehen werden. Mit am Podium befanden sich auch der Investor mit seinen Architekten und den fertigen Plänen. Es sei aber noch nichts entschieden!

Am 03.10.2014 lud Frau Bürgermeisterin zu einem Besichtigungstag des Schlosses ein und führte persönlich durch einige Räumlichkeiten. Die Kellerräume seien aber nur mit Atemschutz begehbar: sie stellte sehr deutlich dar, wie marode das ganze Schloss sei. Über den Verkauf sei aber noch keine Entscheidung gefallen.

Danach haben einige Bürger zur Bürgerinitiative „Bürger pro Altes Schloss“ (offizielle Gründung am 05.12.2014) zusammengefunden und bei der Bürgermeisterin vorgesprochen, welche Möglichkeiten es außer dem Verkauf noch gäbe. Man gab sich seitens der Gemeinde offen für Anregungen: „Der Verkauf ist die letzte Lösung!“

Das „marode“ Schloss wurde von eigenen Fachleuten der BI besichtigt: die Kellerräume waren nicht verschimmelt sondern falsch behandelt worden, auch sonstige von der Gemeinde vorgebrachte Mängel könnten behoben werden.

Mitglieder der BI nahmen an der Haupt- und Finanzausschusssitzung (HuF-Sitzung) vom 10.12.2014 sowie an der Ortsbeiratssitzung vom 11.12.2014 teil, wo der Verkauf empfohlen wurde. Im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung vom 16.12.2014 rief die BI zur Demonstration des Bürgerwillens gegen den Verkauf auf. Flyer, Buttons und Demoschilder wurden verteilt. Ein von der BI bestellter Anwalt hatte die Beschlussvorlage über den Verkauf des Schlosses geprüft und für fehlerhaft befunden: Keine Beschlussfassung über den Verkauf auf der Gemeindevertretersitzung sondern Rücküberweisung der Beschlussvorlage an den HuF zur Prüfung!

Am 18.01.2015 trafen sich die Frau Bürgermeisterin, der Gemeindevorstand und Vertreter der Parteien mit Mitgliedern der BI am „runden Tisch“ im Kilianstädter Rathaus. Hier wird von der BI ein Konzeptentwurf zur „Selbstverwaltung“ des Schlosses vorgestellt, der aufzeigt, dass das Schloss durchaus aus eigenen Einnahmen, die nachhaltig zu steigern sind, kostendeckend renoviert werden kann. Und selbstverständlich sollte die Gemeinde die von ihr bereits gebildeten Rückstellungen für die Renovierung der Außenfassade einbringen. Zuschüsse des Denkmalschutzes etc. könnten beantragt werden. Die BI stellt dar, dass das Schloss im Eigentum der Gemeinde verbleibt und z. B. eine gemeinnützige GmbH die Verwaltung sowie die Renovierung übernimmt. Die Gemeindevertreter votierten ebenso wie die 3 großen Parteien SPD, CDU und Die Grünen dagegen, da das marode Schloss ein Fass ohne Boden sei! (Mal ehrlich, welcher Investor würde sowas kaufen wollen und das Versprechen abgeben, hier eine vollständige Renovierung durchzuführen?) Lediglich die FDP und die FWG stellten sich gegen die Verkaufsabsichten der Gemeinde.

In der Folgezeit wird die Presse immer wieder informiert und Flyer verteilt. Am 30.01.2015 werden vier Arbeitskreise zum Thema Schlosskonzept gebildet und am 19.02.2015 war schließlich die Gründungsversammlung des Vereins „Rettung Altes Schloss Büdesheim“.

Einige Bürger und natürlich die BI nahmen an der HuF-Sitzung vom 09.03.2015 teil: der Antrag zum „Bedingungslosen Bieterverfahren“ wurde beschlossen. In der Folgezeit wurden die Bürger durch diverse Aktivitäten über den Sachstand informiert. Schließlich reichte die BI am 16.03.2015 eine Petition gegen den Verkauf des Schlosses (mit über 700 Unterschriften von Schönecker Bürgern – in nur 2 Tagen gesammelt!) bei der Gemeindevertretung ein.

Zur nächsten Gemeindevertretersitzung vom 19.03.2015 wurde auf Initiative der BI wieder eine Demo von verkaufsunwilligen Bürgern gestartet: Trotz aller Proteste beschließen die Gemeindevertreter die europaweite Ausschreibung eines „Bedingungslosen Bieterverfahrens“ für die Renovierung des Schlosses und die Bebauung des Geländes, die unseres Erachtens den vom sog. Privatinvestor (tatsächlich ist eine GmbH der Investor) schon 2014 vorgelegten Plänen entspricht.

Der BI wurde hinsichtlich ihres Konzeptes für ein halbes Jahr ein Maulkorb verpasst: Darüber könne erst nach Beendigung des Ausschreibungsverfahrens beschlossen werden.

Die Bürger wurden auf einer weiteren öffentlichen Versammlung am 19.06.2015 in der SKV-Turnhalle über den aktuellen Stand informiert. Durch die BI eingeladen waren Frau Bürgermeisterin, der Gemeindevorstand und die Parteien. Von allen Beteiligten wurden die eigenen Standpunkte dargelegt, einige Bürger meldeten sich zu Wort, um – teilweise sehr emotional – darzulegen, warum sie gegen den Verkauf des historischen Kleinodes sind! Aber die Gemeindevertreter sowie SPD, CDU und Die Grünen zeigten keinerlei Verständnis und beharrten auf den Verkauf. Lediglich die FDP und die FWG sprachen sich vehement gegen den Verkauf aus und suchten zu vermitteln oder weitere Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Im August 2015 nahm die BI am Laternenfestumzug mit dem Motto-Wagen „Affentanz“ teil.

Am 05.11.2015 gründete sich schließlich aus den Streitern für den Erhalt des Schlosses die WAS Wahlalternative Schöneck.

Anfang Dezember 2015 wurde auf der HuF-Sitzung festgestellt, dass nur ein Bieter, nämlich der von der Gemeinde favorisierte, die Bedingungen des Ausschreibungsverfahren erfüllt habe (wen wundert’s?). Auf der nächsten HuF-Sitzung am 13.01.2016 saß auch der Anwalt der Gemeinde mit Mitspracherecht am Tisch. Das neue Konzept zur Selbstverwaltung des Schlosses wurde vorgestellt, diesmal mit detaillierten und belegbaren Zahlen. Das zahlreiche Publikum kam nicht zur Ansicht, dass sich (viele) Gemeindevertreter dafür interessierten. Die FDP und die FWG stellten den Antrag, dass über das Konzept der BI entschieden werden müsse, sonst hätten es SPD, CDU und Die Grünen gleich in den Mülleimer gekickt ohne darüber nachzudenken. Die FWG stellte nochmals ihren Antrag, dass über das Angebot der Albert-Schweitzer-Stiftung (Jugendpflege) diskutiert werden müsse, die großes Interesse an der Nutzung des Alten Schlosses hätte. Der Verkauf musste wieder vertagt werden.

Und jetzt musste alles ganz schnell gehen: In der zweiten Februarwoche 2016 Ortsbeiratssitzung gemeinsam mit dem HuF, sofortige Überweisung an die GV-Sitzung am Tag danach (11.02.2016), damit der Beschluss über den Verkauf des Schlosses samt Freifläche durchgepeitscht werden konnte, bevor es ein neues Gemeindeparlament gibt. Das Konzept der BI, dass auf Nachfrage von Frau Pfeil (FDP) auf der HuF vom 10.02.2016 kaum einer der Parlamentarier wirklich kannte (Zeugen: das Publikum!) wurde am 11.02.2016 auf der Gemeindevertretersitzung abgelehnt! Auch der Antrag der FWG, das Nutzungsangebot der Albert-Schweitzer-Stiftung anzunehmen, wurde abgelehnt. Das zahlreiche Publikum hielt das Ganze für eine Farce!

Aber der Verkauf ist wieder gestoppt worden, denn jetzt läuft das Bürgerbegehren und damit letztendlich der Bürgerentscheid an!

Beatrix Fischer, Bürgerin Schönecks


Das Alte Schloss in Büdesheim von Peter Nickel

Das Alte Schloss in Büdesheim ist neben der evangelischen Kirche das einzige steinerne Überbleibsel einer mehr als tausendjährigen Geschichte unseres Ortsteils und eine wirkliche Quelle der Erkenntnis über das menschliche Leben für alle, die das Wort des Frankfurter Philosophen Adorno für wahr halten: Wer nicht weiß, wie was geworden ist ist, kann nicht wissen, wie was werden wird.

Die Geschichte der Besiedlung dieses Basaltrückens auf der charmanten Nidderhalbinsel und der von dort ausgehenden Bewirtschaftung unserer Gemarkung lässt sich grob in vier große Abschnitte gliedern:

Hier wird nur ein Auszug wiedergegeben. Den vollständigen Text finden Sie: HIER

Das Alte Schloss in Gemeindehand (1968 – 2016 ???)Zunächst ist man seitens der Gemeinde stolz auf diese Erwerbung und hat auch Ideen, was man daraus machen könnte. Stattdessen aber macht man gar nichts und 1974 ist es soweit: das Alte Schloss ist verdreckt und verkommen und die SPD spricht von der Spitzhacke, mit der das Problem zu lösen sei. Und die Argumente sind fast wörtlich die gleichen, die wir jetzt wieder hören: „Eine Renovierung des alten Gebäudes in Büdesheim würde Unsummen verschlingen“ , verkündet die SPD.(siehe Frankfurt Rundschau vom 24.02. 1974, S.12)

Schon damals bildet sich eine Bürgerinitiative über alle Parteiengrenzen hinweg, die diese Entwicklung verhindern will, siehe Flugblatt „Rettet das Alte Schloss.! Verhindert den Verkauf des gemeindeeigenen Schlosses an eine private Hotelgemeinschaft! Und in der Tat, es gelingt. Abriss- und Verkaufspläne werden in die Schublade gelegt.

Im Gegenteil, 1979 beauftragt die Gemeinde den Limburger Architekten Franz Josef Hamm, ein Gutachten zur Sanierung und Umnutzung zu erstellen. Es kommt zu dem Ergebnis:

„…, dass das von der Gemeinde geplante Bauprogramm in dem Gebäude unterzubringen ist und dass das Objekt aufgrund seiner baugeschichtlichen Bedeutung aber auch wegen seines konstruktiven Zustandes durchaus sanierungswürdig und sanierungsfähig ist“ (1175 Jahre Büdesheim, S.537)

Nun folgen 6 Jahre (!) sorgfältigste Vorarbeiten und Bestandsanalysen, ehe die tatsächliche Sanierung 1986 begonnen und am 9.Dezember 1989 mit einem Festakt abgeschlossen wird. Und wie man jetzt erfährt mit Gesamtkosten in Höhe von 4,8 Millionen DM!

Und dann passiert das Unglaubliche, das Spiel beginnt von vorne. 25 Jahre lang bleibt das Alte Schloss sich selbst überlassen, ehe man erneut die alten Verkaufspläne aus der Schublade holt. Und der wesentliche Unterschied zu 1974 ist: aus dem „Unsummen verschlingenden“ Gebäude ist ein „Fass ohne Boden“ geworden!

Peter Nickel, Schönecker